Equiment der Archivberatung, wie z.B. Datenlogger und Museumsstaubsauger

Jahresrückblick 2025

Einblicke in den Beratungsalltag

Die Archivberatung Hessen in Zahlen

Im Jahr 2025 wurde das Serviceangebot der Archivberatung von einer Vielzahl nichtstaatlicher Archive genutzt: 148 Archive und Archivträger erhielten eine Beratung telefonisch, per E-Mail, in Videokonferenzen oder bei persönlichen Treffen vor Ort. Dies stellt eine moderate Steigerung im Vergleich zum Vorjahr dar, in dem 137 Einrichtungen beraten wurden. In diesem Jahr stammten zwei Drittel der beratenen Archive aus dem kommunalen und ein Drittel aus dem sonstigen nichtstaatlichen Bereich. Beraten wurden Kreise, Städte und Gemeinden, Stiftungen und Vereine, Hochschulen und Universitäten sowie kirchliche Träger oder Privatpersonen. Von außerhalb Hessens, von Schleswig-Holstein bis Bayern, kontaktierten zwölf Einrichtungen die Archivberatung.

Die Anzahl der beantworteten Anfragen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 244 auf 279. Hinzu kamen 26 schriftliche Stellungnahmen und Empfehlungen. Eine deutliche Zunahme ist bei den durchgeführten Beratungsterminen zu verzeichnen (30, Vorjahr: 18). Spitzenreiter unter den nachgefragten Themen blieben die Bestandserhaltung, besonderes die fachgerechte Unterbringung von Archivgut, sowie Archivrecht und archivrelevantes Recht, gefolgt von Fragen der archivfachlichen Bewertung. Neben weiteren archivischen Fachthemen erreichten die Archivberatung auch mehrere Anfragen zur Ersteinrichtung eines Archivs.

Drei Personen wickeln bei einem Notfallworkshop durchnässte Bücher in Stretchfolie ein.

Die Fortbildungen in 2025 wurden nach dem Bedarf der hessischen Archivlandschaft angeboten. Dazu zählten die halbjährlich stattfindenden Arcinsys-Schulungen, zu denen aufgrund des hohen Anmeldeaufkommens teilweise Zusatztermine angeboten wurden. Mit einer Veranstaltung zur Bestandserhaltung, zwei Notfallworkshops und zwei Fortbildungsangeboten zur Bewertung wurde auf die inhaltlichen Schwerpunkte in der Beratungsarbeit reagiert. Erstmals umgesetzt wurde ein gemeinsames Online-Angebot von Archivberatung und Museumsverband Hessen, bei dem Fragen der Erschließung im Mittelpunkt standen. Das Fortbildungsangebot zählte circa 140 Teilnehmende.

Daneben boten die Teilnahme und Partizipation an Tagungen und Arbeitstreffen gewinnbringende Möglichkeiten, sich in der hessischen Archivlandschaft zu vernetzen und das Beratungsangebot bekannter zu machen. Auch 2025 folgte die Archivberatung zum Beispiel der Einladung der Stauffenbergschule Frankfurt/Main, um mit angehenden Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) über das nichtstaatliche Archivwesen in Hessen zu sprechen. 

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